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Blog von lebenundlaufen

Hier werden privat ausgerichtete Laufveranstaltungen angeboten. Eine aktuelle Ausschreibung ist für den 5. Heidschnucken-Ultra (111 km/20.05.2017) in der Rubrik "Seiten" zu finden. Angesprochen sollen sich alle fühlen, die Freude am Leben und am Laufen haben, denen Gemeinschaft und Spaß über Kilometer und Zeiten gehen.


3. Elbe-Lübeck-Kanal-Ultralauf, Bericht von Birgit Küntzel

Veröffentlicht von Birgit Küntzel auf 17. Juli 2014, 14:54pm

Kategorien: #eigene Laufveranstaltungen (Archiv)

Der 3. Elbe Lübeck Kanal Ultra, kurz ELKU steht vor der Tür und es wäre einfach zu schön, wäre alles ruhig und perfekt vorher, aber trotz aller Vorbereitung fehlt das mir Wichtigste, das KREIDESPRAY! Aber Ärgern hilft nix, es muss einfach auch anders gehen.

Jetzt muss erst mal das Auto meiner Eltern mit dem ungeplanten GP/VP in Berkenthin beladen werden, denn mein Vater hat sich am Vorabend irgendwie die Hand verletzt und kann nichts heben oder anpacken – aber Frauenpower ist in diesem Fall kein Problem, flugs den Wagen beladen und schnell noch mal gucken, ob es nun bei einem nicht benannten Billigladen Laufdevotionalien gibt. Gab es! Mini Lübecker Hütchen und – faszinierend – Wasserblasen. Kaufen!!! Sage ich und schnell zurück, die Autobahn macht's möglich.

 

Noch 1,5h bis zum ersten Läufer im Ziel, wenn er sich denn an „meinen Plan“ hält und nicht sehr viel schneller als knapp unter 6 min/km läuft.

 

Nach dem Öffnen der Haustüre große Freude: Das Kreidespray ist da!!! Das war mir nachdem Kent die Idee aufbrachte wichtig geworden (Plan B war die Schulkreide, die als Ersatz bereit stand). Also hoch, Kaffee kochen – das freut das Läuferherz bestimmt im Ziel. Nach der Empfehlung des Herstellers reicht die Sprühkreide für ca. 40m bei einer Linienstärke von max. 1cm – kurz gerechnet – keine Ahnung für wie viel weniger das bei 1,5cm und entsprechend viel Schnee rundherum reichen wird aber ich brauch eine Schablone! Also schnell aus einer stabilen Pappe eines namenhaften Online-Buchversandes ein ELKU rausgesäbelt und die zweite Kanne Kaffee angestellt. Tee gibt’'s auch, Cornelia ist kein Freund von Kaffee weiß ich seit dem VP bei den Heidschnucken und Läufe von Frank stehen für „maximal runners satisfaction“ ;-)

 

„Ich ruf kurz bei Frank an“ blitzt es mir im Kopf auf. Gesagt getan und der sagt auf Nachfrage zu der angestrengten Atmung dann doch erstens „nö, ich bin am Laufen“ und zweitens „Sven ist spätestens (!!!) um 14:00 Uhr da“. OMG! Kurzer Blick auf die Uhr sagt mir dass das noch 45min sind und ich den Kaffee noch nicht fertig habe und – viiiiel wichtiger – die Zielmarkierung noch nicht steht! Kaffeemaschine angefeuert, Sachen zusammen gerafft und auf geht’s in den Lübecker Shoppingstau um den Lindenplatz bis in die Possehlstraße. Mindestens die Wendemarke an der Wielandbrücke muss stehen ehe Sven vorbei peest bis nach Travemünde... Neugierige Blicke von Spaziergängern, kritische von Gassigehern „was ist denn ELKU und geht das wieder weg?!“. Ja klar, nach einigen Regenfällen ist die Kreide weg (sehr optimistisch, denn wie viel schneller es weg ist wissen wir nur wenige Stunden später). Schilder hatte ich heute noch mit meiner Mom gebastelt und laminiert, falls es regnet, Drachenschwänze hatte ich seit letzter Woche gebastelt und Kent mitgegeben – danach sollte der dehydrierte Läufer Ausschau halten, um das Ziel zu finden (durch das er gemeiner Weise schon durchlaufen musste..). Solveig wollte mir helfen, aber ihr Navi hat sie „in die Wüste“ geschickt und so traf ich sie dann erst als ich mir Dennis gekrallt hatte und mit Katja die Markierungen beinahe abgeschlossen hatte. Kein Problem, schön dass sie da war – eine Frohnatur :-)

 

Kurze Zeit später und damit beinahe innerhalb meiner Zeitschätzung kommt Sven an mit seinem Sohn auf dem Supportfahrrad. „Du musst noch weiter und dann nach knapp 1km drehen“ instruiere ich und wird kommentiert mit einem knappen aber fröhlichen „Ich weiß“ und weg ist er. Dennis flitzt den steilen Knickweg an der Brücke hoch und weist oben auf der Brücke den Weg, das ist fair, denn Dennis musste Tribut zahlen und seiner Gesundheit zuliebe abbrechen. Und dann schnauft Sven auch schon dem Ziel entgegen, getragen von unseren „So sehn Sieger aus …“-Gesängen. Die Zielgasse aus kleinen Hütchen steht und Sven durchläuft sie in einer sagenhaften Zeit von 6:24:51h! Hammerhart, nicht nur wegen der Temperaturen, Chapeau! Unwesentlich später kommt dann auch der zweite der Männer, Thorsten, an mit einem strahlenden Lächeln, keine Spur erschöpft. Kurz was trinken und dann den gleichen Weg, den Sven schon erkunden konnte nehmend dem Ziel entgegen. Dennis wieder auf der Brücke, Wegweisen – Danke :-) Die Markierung hält auch dem zweiten Läufer stand – alles klappt, eine Sorge weniger. Neugierige Fragen zu unserer Veranstaltung werden von allen Helfern und Läufern beantwortet, Respekt wird uns ausgesprochen und natürlich auch absolute Fassungslosigkeit „Warum tun die sowas?“. Meine einfache Antwort mit einem breiten Grinsen „Weil sie es können!“.

 

Ultras sind einfach speziell und es ist auch speziell, mit ihnen, euch, zusammen was auf die Beine zu stellen, Danke dafür!

 

Dann kommt auch schon der Dritte, Christian aus Hamburg, Harald und Kent folgen und so geht es dann weiter. Alle etwas k.o. Aber wild entschlossen das Ding nach Hause zu bringen. Die Brückenweinweisung gen Ziel nehm ich Dennis jetzt ab, er ist schließlich krank und außerdem sollte ich ja die Zielführung übernehmen ;). Die Kanaltrave wird zum Schwimmareal, Sven ist vorher schon aufs Rad gewechselt, Harald und Kent gehen ins Wasser– war es ein Duathlon? Frank? Was geht denn hier ab? Fehlerhafte Ausschreibung? Nee....

 

Bärbel, Dirk und Thorsten kommen im strömenden Regen an und wollen doch tatsächlich nicht weiter laufen „Nee, das wars!“ Ob es mein leise gezischtes, fragendes „DNF?“ oder Franks seeehr fragendem, zweifelnden Blick zuzuschreiben ist, das sie sich doch noch aufraffen und die letzten knappen 2km angehen, ich weiß es nicht, aber ich begleite sie gut beschirmt zur Wendemarke, die sich mittlerweile auflöst, und zurück ins wohlverdiente Ziel. So sehen Sieger aus, Schalalalalaaaa....

 

Der Regen reist nicht ab, die gute Laune aber auch nicht denn unter der Lachswehrbrücke ist es trocken und Mann und Frau haben einen guten Blick auf die Läufer, die sich dem Ziel nähern ;-) Für jeden, der dies im strömenden Regen absolvieren musste gab es eine Eskorte bis zur Wendemarke, Ehrensache, denn die ELKU Markierung löste sich doch eher als die Veranstaltung im Regen auf ;-)

 

Aber nicht alles konnte der Regen mit sich reißen, denn es war eine tolle Veranstaltung, auch von der Bank aus, und die Freude konnte man spüren bei allen, die es geschafft haben. Danke allen helfenden Händen und Frohnaturen, die diese Veranstaltungen so besonders machen.

 

Wir sehen uns bestimmt wieder – laufend oder am Rand, wir werden es sehen.

 

 

Birgit

 

 

Und hier noch der  link zu Birgits Fotos.

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Bärbel und Dirk aus FFB 07/18/2014 12:24

Und auch hier nochmal 1000 Dank für die Motivation auf der letzten Runde incl. Schirmbegleitung !!!

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