Donnerstag, 28. November (Bangkok)
Kurz nach Mitternacht stoppt der Bus für eine kurze Pause. Chance, sich die Beine zu vertreten.
Kurz nach 5 Uhr wird die Fahrt unruhiger, wir haben die Außenbezirke Bangkoks erreicht. Die Hälfte der Passagiere steigt an der Northern Bus Station aus, wir mit dem Rest an der Endhaltestelle. Schon der zweite Taxifahrer kennt unser Ziel und um 06.10 Uhr sind wir bereits in unserem Hotel. Klar, dass wir jetzt noch nicht einchecken können, aber unser Gepäck können wir zur Aufbewahrung geben, uns frisch machen und sogar zwei Liegen am Swimming-Pool werden uns angeboten, damit wir uns noch ein wenig ausruhen können.
Gegen 8 Uhr machen wir uns dann auf den Weg, zunächst auf die Suche nach einer Frühstücksmöglichkeit. Gar nicht so einfach. Es gibt sehr viel zu Frühstücken, aber eben nur so im Vorbeigehen. Wir möchten uns aber ganz gerne setzten. Das Restaurant, wo wir im letzten Jahr immer frühstückten, hat noch nicht geöffnet.
Gleichzeitig ist die auf zwei Tage angesetzte Jagd auf Stoffe eröffnet. Ja, genau. Seidenstoffe und Baumwollstoffe. Zunächst geht es zum Jim Thompson Shop. Schöne Stoffe, genau, wie wir sie im Jim Thompson Haus zu Urlaubsbeginn gesehen haben, nur immer noch etwas über unserem Budget.
Es folgt die Fahrt zum Pratunam-Markt, einem sehr großen Textilmarkt. Hätten wir uns aber schenken können, da es dort nur fertige Textilien gibt, Touristenramsch. Dafür entdecken wir aber den Anleger eines Linienbootes auf dem Khlong Saen Saeb. Für zwei Stunden lassen wir Jagd Jagd sein und fahren mit dem Boot bis zur Endhaltestelle und retour. Eine schöne, interessante Tour, die nicht im Reiseführer steht. Deshalb wohl auch kaum Touris an Bord. Danach ist uns das Jagdglück hold, im Jim Thompson Outlet. Hier gibt es edle Seiden- und Baumwollstoffe von der Rolle, in Restmengen oder mit kleinen, nicht mit bloßem Auge erkennbaren Fehlern, zu kaufen. Und das zu erstaunlich günstigen Preisen. Ein Paar Stücke werden schon mal ausgesucht und zurückgelegt. Wir kommen morgen wieder, heute reicht die Zeit für die riesige Auswahl nicht mehr. Zurück zum Hotel im Taxi, keine gute Idee mitten in der Rush-Hour. Über eine Stunde dauert es für schlappe 11 km.
Tut gut, mal wieder mit warmem Wasser zu duschen.
Während ich dusche, ist Elke "Rush-Hour-Laufen". Ich möchte mir gar nicht vorstellen, welch wahnwitzige Laufmanöver von Nöten sind, um die geforderten 1,61 km ohne Unterbrechung zu laufen. Der Hotelflur wäre da doch die sicherere Alternative. Das Laufband am Swimmingpool funktioniert nicht.
Das nächste wahnwitzige Manöver dann beim Abendessen. Wir spazieren zum Lumphini-Park, dort ist ein Food-Market. Ich habe mit meinen Bestellungen in der Regel weniger Probleme, zeige auf die Fotos oder die englische Übersetzung in der Speisekarte und kriege eigentlich fast immer das, was ich bestellt habe. Bei Elke ist das nicht so einfach. Sie muss den oft kein Wort Englisch sprechenden Bedienungen klar machen, dass sie dieses oder jenes Gericht, aber in vegetarischer Form haben möchte. Für besonders hartnäckige Nichtkapierer hat sie sich am Urlaubsanfang das Wort "vegetarisch" auf Thai aufschreiben lassen. Und heute haben wir so einen hartnäckigen Nichtkapierer. Also her mit der Thaischrift. Er liest und.....fängt an, uns einen längeren Vortrag, natürlich in einer Sprache, die wir nicht verstehen, zu halten. Wir meinen zu verstehen, dass es das Gewünschte hier nicht gebe. Ein Tischnachbar bestätigt, dass es den von uns bestellten Lobster nicht gibt. Wieso Lobster? Vegetarisch! Mit Hilfe des netten Tischnachbarn klärt sich das Missverständnis auf. In Elkes Büchle steht wirklich das Thaiwort für "vegetarisch", der Kellner hat nur nicht richtig gelesen. Kann er das überhaupt?







































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