Deutschlands zur Zeit erfolgreichster Marathon-Läufer, Arne Gabius, hat sich gegen einen Start in Hamburg, stattdessen für London entschieden.
Des lieben Geldes willen. So jedenfalls sieht es der Veranstalter des Hamburg-Marathons, laut eines Abendblatt-Artikels von heute.
Und das obwohl (Zitat aus dem heutigen Abendblatt) "...wir das Rennen so gestaltet hätten, dass er gewonnen und mit Prämien genauso viel verdient hätte".
Wie bitte? Verstehe ich das jetzt richtig? Das Rennen sollte so gestaltet (manipuliert) werden, dass Gabius gewonnen hätte? Hört sich jedenfalls ganz so an. Au weia. Hat da einer nur schlecht recherchiert, etwas falsch wiedergegeben oder stimmt es wirklich, was da steht?
Wenn Letzteres zutreffen sollte, dann glaub ich bald gar nichts mehr, wenn Sport und Geld sich begegnen. Dann hätte der hiesige Marathon-Veranstalter sich, seiner Veranstaltung und auch der Sportstadt Hamburg mehr als einen Bärendienst erwiesen.
Vielleicht ist es ja auch aus ihm noch herauszukitzeln, wie das Rennen am 17. April ausgeht. Das könnte uns knappe 2,5 Stunden vor dem Fernseher ersparen und auch am Wettschalter den einen oder anderen unerwarteten Euro in die Geldbörse spülen.
Hut ab vor Gabius, wenn seine Entscheidung für London vielleicht doch nichts mit Geld zu tun hatte, sondern einfach aus sportlicher Fairness, eben weil er sich keinen Sieg schenken lassen wollte, heraus getroffen wurde.