….ein Lauf voller Überraschungen

Gleich zu Beginn steht die größte Herausforderung ins Haus, oder besser gesagt in der Garage. Wie soll das ganze VP-Zeugs ins Auto? Eigentlich kein Problem, wären da nicht die zwei Anhalterinnen, die unbedingt mit nach Lübeck genommen werden wollen.
Anhalterin Monika glaubt nicht recht dran, hofft aber intensiv, da ihr ansonsten eine Bahnfahrt sicher ist.
Überraschung Nummer 1, es passte. Überraschung Nummer 2, Monika und Elke hab ich auch noch reingestopft bekommen. Vielleicht können sie fürs nächste Jahr ein wenig abnehmen???
Nachdem Ostseeurlauber den ganzen Tag die A1 zu einem Riesenparkplatz gemacht hatten, freuen wir uns abends über leere Straßen und erreichen überpünktlich den Startort Lübeck.
Einige Fans haben sich schon eingefunden, die Teilnehmer trudeln nach und nach ein.
Hier von links Susanne, Cornelia, Monika, eine ehemalige Studienkollegin von Elke und die ehemalige Studienkollegin der ehemaligen Studienkollegin höchstpersönlich.
Im Vordergrund von links Radbegleiter Peter, Rolf und Cornelia, die Sven befingert. Dahinter Andreas, das linke Bein von Claudia, René und über Andreas rechte Schulter schauend Rita.
Von links: Andreas, Claudia, Sven und Cornelia.
René, Rita und Thorsten.
Susanne, Joachim und Bernd.
Marc, Susanne, Joachim und Radbegleiterin Lea.
Oliver (vorne) bei der Schuhfeinabstimmung, Jörg sucht jemanden zum Uhrenvergleich und Thorsten erzählt gerade von seinem letzten Ultra, den er mit verschränkten Armen gelaufen ist.
Überraschung Nummer 2: Fast alle sind da. Hier der ganze Haufen, Teilnehmer, Radbegleiter und Personal. Lediglich zwei Absagen, davon eine ganz, ganz kurzfristig (Beruf geht vor).
Warten auf den Start. Noch nicht erwähnt Anja, in der Mitte, die ihren Hamburg-Schlagermove-Ausflug durch diesen Kanalausflug erweiterte. „Wer feiern kann, kann auch laufen.“
Susanne beim Countdown. Überraschung Nummer 3: Wir werden hier observiert, was wir, wie es sich für gute Observanten gehört, nicht bemerken. Aber dazu später.
Hier schon mal aber ein dickes Danke an Susanne für ihr unermüdliches Engagement. Ohne Dich wären solche Veranstaltungen nur schwer möglich und denkbar.
Hier drei von den 15 (+1) Teilnehmer/-innen bereits auf der Strecke. Rita und Joachim werden sich bis ins Ziel nicht mehr trennen können. Dahinter (+1), Elke, die hier praktisch außer Konkurrenz mitläuft, einfach mal sehen will, was nach 60 Laufkilometern in den letzten drei Monaten drin ist und vor allem, was der noch immer verletzte Rücken dazu sagt.
Überraschung Nummer 4: Insgeheim rechne ich mit ihrem Ausstieg bei km 12, sie schlägt sich aber wacker bis zum VP Mölln bei km 33,4 durch.
Bei km 12, so denken wir, bauen wir unseren ersten VP auf…
…und warten auf das, was da so kommt.
Es kommt aber erst mal nix, in der erwarteten Zeit. Erst ein paar Minuten nach der vorausberechneten Zeit der erste Läufer. Oliver ruft uns, praktisch im Vorbeilaufen zu, das in Lübeck eine Baustelle und Umleitung eingerichtet war (Überraschung 5), der Weg dadurch über einen Kilometer länger ist. Dann hören wir noch sowas wie: „Wie viele VPs habt ihr eigentlich noch?“
Häh???, denke ich. War doch erst der erste.
Anja klärt uns dann auf, dass zwei Kilometer vor unserem Standort ein weiterer VP ist. Noch ein Lauf? Nö, eigentlich nicht möglich. Aber mir kommt da so eine Ahnung…
Marc sorgt dann für endgültige Klärung. Eine Teilnehmerin des Vorjahres, Birgit Küntzel, steht dort mit einem VP. (Lauf-)verrücktes Huhn!!! (Überraschung 6)
Monika und Cornelia bilden eine Schicksalsgemeinschaft. Zusammen haben sie es geschafft, ohne Mehrkilometer den VP zu erreichen. (Überraschung 7) Monika weiß noch zu berichten, dass Birgit sich bald telefonisch bei mir melden wird. Na, der werd ich was erzählen.
Jörg ist am Lamentieren, dass er immer noch keinen gefunden hat, der einen Uhrenvergleich mit ihm machen will.
Rita fordert Joachim zu einem Mikado-Spiel mit Salzstangen auf. Der will aber lieber weiterlaufen.
Nachdem alle durch sind, verlassen wir dieses lauschige Plätzchen. Der Mond weist uns den Weg nach…
…Mölln, zum Haupt-VP.
Und wieder warten wir. Schön ist es anzusehen, wenn in der Dunkelheit die ersten Stirnlampen aufleuchten, besonders schön dann, wenn das Hauptfeld, wie auf einer Perlenschnur aufgezogen daher kommt.
Nein, das ist nicht die Überraschung 8, dass Oliver auch hier als Erster auftaucht, mit einem beträchtlichen Vorsprung.
Langsam setzt die Dämmerung ein. Auch keine Überraschung, aber für alle ein tolles Erlebnis.
Anja gelingt hier ein Husarenstück. Als Vierte angekommen nutzt sie die Gunst der Stunde. Während Zweiter und Dritter sich ausführlich verpflegen, verkürzt sie ihre Pause auf ein Minimum, läuft als Erste von den Dreien los und verteidigt den dadurch gewonnenen Vorsprung bis ins Ziel.
Sven überlegt noch, wie er diese Taktik wohl kontern kann.
Bernd, extra aus Hagen angereist, bereichert hier heute seine Ultra-Sammlung.
René überlegt, wie er die kalte Pizza wohl aufwärmen könnte.
Im Gleichschritt und im gleichen Laufdress die beiden Berliner Claudia und Andreas. Für uns eine besondere Ehre, dass hier heute ein Offizieller der DUV mitläuft. Hoffentlich hat alles gepasst!!?
Und da die Überraschung 8: Birgit und Kent, die beiden „Konkurrenz-VP-ler“.
Marc, der hier im letzten Jahr den Lauf beenden musste, sieht man heute an, dass er zu allem entschlossen ist, sich diesmal die Urkunde holt.
Cornelia, die schon sehr, sehr viele Läufe gemacht hat, sagt, dass dieser einer der Schönsten war. Danke!!! Wir richten es dem Elbe-Lübeck-Kanal aus.
Monika, wie immer bestens gelaunt. Ist übrigens, so haben wir später rausgekriegt kein MP3-Player, den sie da im Ohr hat. Ist ein Navigator, der ihr den richtigen Weg zuflüstert. Na also, geht doch.
Schulligung, Monika, ich soll da ja nicht immer drauf rumhacken. Ich gelobe Besserung. Öcht!!!
Jörg ist ein nicht so begeisterter Kanalläufer. Verständlich, wenn man schon mal drei Tage am Heide-Suez lang laufen musste. Beim Heidschnucken-Ultra kein Wasser, Jörg, versprochen, nur in der Flasche.
Monika, wild entschlossen macht sich auf den zweiten Streckenteil, bemerkt aber nicht, dass ihr Hemd unten rechts Feuer gefangen hat.
Rita ist immer noch ein wenig beleidigt, weil Joachim am letzten VP nicht Mikado mit ihr spielen wollte.
Der letzte Läufer geht, der Tag kommt.
Wir verbabschieden uns von Birgit und Kent und…
vom Elbe-Lübeck-Kanal, denn…
…im Ziel können wir diesen nicht mehr sehen.
Stattdessen Ausblicke auf Industrie-Kultur.
Das Zielbuffet…
…und dessen Erweiterung.
Als Erster kommt Oliver Franz ins Ziel,…
gefolgt von der ersten Frau, Anja Tegatz.
„Guck mal, wenn ich fünfmal schneller gelaufen wäre, hätte ich dich auch noch überholt.“
Siegerin und Sieger.
Ordentlich das Feld auf der zweiten Hälfte aufgerollt haben Claudia Schelhorn und Andreas Knop.
Ein weiteres Laufpaar, Sven Bennat und Bernd Rohrmann,..
…dicht gefolgt von René Wallesch, der durchaus eher im Ziel hätte sein können, wenn, ja wenn er bei der Streckeneinweisung besser aufgepasst hätte.
Thorsten Themm weiß sich zu freuen.
Noch einer, der bei der Streckeneinweisung wohl seine Gedanken woanders hatte, Rolf Graubner.
Cornelia Feurich hatte aufgepasst. Brav so!!!
Monika Schulte „Hab ich jetzt fertich?“
Sven, noch lange nicht ausgelastet, übt derweil den südafrikanischen Zebratanz.
Jörg Koenig erwidert mit einem Slow-Fox.
Rita Brämer und Joachim Neuhaus haben ihre Differenzen wegen des ausgefallen Mikado-Spiels derweil scheinbar beigelegt. (Überraschung 9)
Marc Bücher, vom Schlager-Move-Virus angesteckt, singt uns „Und nun die Hände zum Himmel,…“
Überraschungen 10 und 11:
(10) Marc konnte Sven sozusagen aus der Decke schlagen.
(11) „Nö, Monika, gibt keinen Senf.“ Selbst sie konnte deswegen ausnahmsweise keinen gleichnamigen dazu geben.
Das war es vom zweiten Elbe-Lübeck-Kanal-Ultra.
Am Veranstaltungstag habe ich noch geäußert, dass der 3. Elbe-Lübeck-Kanal-Ultra wohl erst 2015 stattfinden wird, da für nächstes Jahr, ein 1. Seeve-Ultra in Planung ist. Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns aber veranlasst, dieses nochmals zu überdenken. Wenn ja, dann aber vorzugsweise mal in Gegenrichtung (Lauenburg-Lübeck). Dazu müssen wir erst mal aber eine Überraschungsfee fragen, ob sie beim Orga-Team mitmachen möchte.
(Anmerkung: Die hier veröffentlichen Fotos dürfen von den Teilnehmern zu eigene Zwecken genutzt werden und ohne Quellenangabe weiter veröffentlicht werden)