Etappe 1 (Einrolletappe), Thale – Stiege ca. 25 km

Vom Treffpunkt auf dem Großparkplatz unweit des Bahnhofes begeben wir uns in den Friedenspark, wo das Abenteuer Harz beginnt.
Und es beginnt gleich richtig idyllisch, im wildromantischen Bodetal, durch das uns die ersten Kilometer führen. In Treseburg, nach ca. 8 km treffen wir auf unseren ersten VP.
Kurz hinter Altenbrak müssen wir uns entscheiden. Hier trennt sich für knapp 30 km der Hexenstieg in eine Nord- und eine Südroute. Ich habe für uns entschieden. Wir nehmen die Südroute. 15 km und etwa 126 positive Höhenmeter liegen hier bereits hinter uns.
Es folgt ein relativ flacher Streckenabschnitt, nur 122 Höhenmeter auf den nächsten 28,5 km. Soweit wollen wir heute aber gar nicht.
60 dieser 122 Höhenmeter müssen wir gleich, einen sich windenden Pfad hinauf, hoch zum Aussichtspunkt Schöneburg. Noch ca. 3 km sind es dann zum VP 2 beim Stemberghaus, wo wir ein Köhlermuseum besichtigen können. Köhlerweg heißt hier der Abschnitt des Hexenstieges, der uns jetzt in Richtung Hasselfelde führt. Wir passieren die Westernstadt Pullman-City-Harz und beim Mittleren Teich verlassen wir vorerst den Hexenstieg, biegen in Richtung Süden ab, um in Domäne Stiege unsere Zelte aufzubauen. Informationen zum Campingplatz findet Ihr hier: http://www.domaene-stiege.de/
Hier haben wir die Möglichkeit, im Campingplatzrestaurant zu Abend zu essen.
Etappe 2 (Höhengewöhnungsetappe), Stiege – Schierke ca. 25 km

Hoffentlich gut gestärkt, unser erster VP ist heute nämlich erst nach 15 km erreicht, starten die Wanderer/Walker um 9 Uhr, die Läufer starten 1 Stunde später.
Zunächst laufen wir zurück zu dem Punkt, wo wir am Vortag den Hexenstieg verlassen haben.
Nicht lange und wir kommen in Hasselfelde an, durchlaufen den Kurpark, queren die Harzhochstraße, passieren den Bahnhof, den Busbahnhof, bevor wir wieder in die Natur gelangen.
Über die Hasselfelder Hochebene, durch offene Wiesenflächen erreichen wir die Hassel-Vorsperre, ein Nebenbecken der Rappbode-Talsperre.
Weiter geht’s durch das Große Mühltal, an dessen Ende wir „über“ die Rappbode-Talsperre laufen.
Mehr als die Häfte zum VP 1 in Königshütte ist hier geschafft. Auf dem Weg dorthin erreichen wir den mit 493 m höchsten Punkt der heutigen 1. Teiletappe. Kurz vor unserem VP vereinigen sich Nord- und Südstrecke des Hexenstieges wieder.
Allerlei Leckereine warten nun hoffentlich in Königshütte auf uns.
Kurz nach Verlassen von Königshütte erreichen wir Rothehütte und den künstlich angelegten Königshütter Wasserfall. Durch Steinbach- und Hirschbachtal laufen wir rauf nach Drei Annen Hohne.
Und hier beginnt strenggenommen schon unser Brockenaufstieg, den wir heute aber nicht vollenden werden. Wir folgen für weitere 4 km dem Glashüttenweg, verlassen diesen an der Spinne und laufen den Ackerweg runter zum Campingplatz in Schierke, wobei wir einige der heute gewonnen Höhenmeter wieder in den Sand setzen.
Hier, www.harz-camping.com, werden wir unsere müden Häupter zur Ruhe betten.
Etappe 3 (Königsetappe mit Brockeneroberung), Schierke - Altenau ca. 30 km
Der heutige Tag findet eventuell ohne eigene VPs statt. Das überlassen wir dem VP-Team. Sie sollen nämlich heute die Möglichkeit bekommen, mit uns zusammen den Brocken zu erobern. Dazu bieten sich folgende Möglichkeiten an. Entweder wandern sie in der Startgruppe 1 mit, gehen zurück oder nehmen die Brockenbahn zurück nach Schierke, alternativ können auch Hin- und Rückweg mit der Bahn gemacht werden.

Vom Campingplatz rauf zum Brockengipfel sind ca. 8 km und 500 Hm zu bewältigen.
Der Brocken mit einer Gipfelhöhe von 1141 m ist der höchste Berg Norddeutschlands. Mit Glück können wir weit ins Land schauen. Verpflegen werden wir uns beim Brockenwirt, wer will erobert den 1,6 km langen Rundweg um den Brockengipfel.
Vom Brocken aus laufen wir auf dem Goetheweg in Richtung Torfhaus. Dabei passieren wir das Goethemoor und auch die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, heute der Übergang von Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen. Das Große Torfhausmoor passieren wir auf einem Bohlenweg. Es ist das größte und eindrucksvollste Moor des Harzes.

Nach 8 km ab Brocken kommen wir in Torfhaus an, wo entweder unser VP-Team auf uns wartet, oder wir uns fremdverpflegen. 600 Höhenmeter bergab hat es uns hierhin getragen.
Von Torfhaus aus folgen wir dem Magdeburger Weg, laufen vorbei am Geheimratsplatz, an der steilen Wand und dann am beschaulichen Dammgraben, bevor wir am Förster-Ludwig-Platz den Hexenstieg mal wieder verlassen. Auf einem namenslosen Wanderweg laufen wir runter nach Altenau und durch ganz Altenau hindurch. Auf dem Alten Bahndamm verlassen wir Altenau in westliche Richtung, der uns zum Eingang des Polstertals bringt. Dort liegt unser Zuhause für die nächste Übernachtung. (www.campingplatz-polstertal.de)

Etappe 4 (Austrudeletappe) Altenau - Osterode, ca. 20 km
Wahrscheinlich spricht heute nichts dagegen, die Gepäcktransportfahrzeuge zum Zielort vorzubringen.
Wir haben heute viel Zeit, „nur“ 20 km, das meiste davon bergab.
Aber zunächst müssen wir zurück zum Hexenstieg und das heißt, bergauf.
Vom Campingplatz aus, laufen wir in südliche Richtung durch das Polstertal und treffen an der B 242 am Parkplatz Polsterberg wieder auf die Hexe.
Die Hexe führt uns dann direkt ins Huttal.
Nach insgesamt 6 km, am Parkplatz Entensumpf finden wir nicht nur die Quelle der Innerste, wir dürfen uns auch über den ersten und einzigen VP des heutigen Tages freuen. Sehr früh, aber die letzte Möglichkeit für unsere Begleitfahrer uns vor dem Zieleinlauf noch einmal zu sehen.
Bevor wir in Höhe der Ortschaft Buntenbock, über die Clausthaler Hochfläche laufen, passieren wir den schmalen Damm zwischen Ziegenberger und Bärenbrucher Teich. Diese Teiche dienten hier früher dem Bergbau.
Ca. 10 km vor Osterode, auf 605 Metern Höhe überwinden wir die Wasserscheide zwischen der Söse und dem Lerbach. Die nächsten ca. 7,5 km haben wir fast ebenes Terrain vor uns, bevor wir uns auf den letzten 2,5 km
240 Meter in die Tiefe stürzen. Hier kommen wir an den Aussichtspunkten Marienblick, Körnigs Eck und Eselsplatz vorbei, von denen wir auf den Ort Lerbach hinunterschauen können.
Ein letzter Aussichtspunkt ermöglicht uns einen Blick nach Osten, in das Sösetal.
Schon bald ist der Endpunkt des Harzer-Hexen-Stieges erreicht.
Dieser befindet sich auf dem Parkplatz „Bleichestelle“, Scheerenberger Straße, in Osterode.
Wir lassen uns überraschen, ob der Zieleinlauf hier sein wird, oder 1,5 km weiter an unserem nächsten Campingplatz. Das überlassen wir ganz dem Begleiter-Team. Die werden schon was Angemessenes finden.
Informationen zu unserem Campingplatz gibt es hier: www.eulenburg-camping.de
Hier verbringen wir noch eine Nacht im Zelt oder alternativ im Heu.
Der (Abschieds-)Abend steht ganz im Zeichen des Beisammenseins, der „Hexenehrung“ und natürlich der schon traditionellen Taufe, diesmal der Harztaufe.
Beschreibende Grüße
Frank