Gestern war es, am Samstag. Ich mag es ja kaum mehr schreiben, aber wieder ein herrlicher Herbsttag. Sogar der Mond begab sich nicht zur Ruhe, wollte möglichst viel Sonne abkriegen. Was lag also näher, als die dritte und letzte Etappe der "Hamburg-Querung" anzugehen?
Heute haben sich Susanne und Marc dazu gesellt. Es wird ein kurzweiliger Wandertag mit vielen Gesprächen, Erinnerungen an den gemeinsamen NOK- und Ruhrlauf, sowie Vorfreude auf den Harz im nächsten Jahr.
Von Ohlsdorf aus wandern wir immer entlang des Alsterlaufes bis zur nördlichen Stadtgrenze Hamburgs.
Rastplätze gab es genügend, aber wir haben das Ding heute ohne Pause durchgezogen.
Trotz Susannes ausgezeichneter Ortskenntnis und Orientierungsfähigkeit, oder vielleicht doch gerade deswegen, nutzen wir jede sich bietende Möglichkeit der Ortsbestimmung.
Noch nicht entdeckte und wahrscheinlich dem Kannibalismus noch zugetane nordhamburgische Eingeborenstämme, haben mit diesen mystischen Zeichen ihr Stammesgebiet abgegrenzt. Wohl dem Touristen, der diese Botschaften deuten kann. Wer hier weiter geht, tut dies auf eigene Gefahr und kommt, wenn überhaupt, vielleicht ohne Skalp wieder. Allerdings ist dies noch nichts gegen das, was einen dann in Schleswig-Holstein erwartet.
Das Torhaus, letzte und einzige Bastion der christlichen Zivilisation in der heidnischen Wildnis, oder "Letzte Sonnenuhr vor der Autobahn".
Das Tor, welches dem Haus seinen Namen gab.
Nach exakt 18 km erreichen wir die Demarkationslinie und - ....trauen uns nicht mehr weiter. Zu viel ungeheures haben wir von diesem Land und seinen Bewohnern gehört, so dass wir einmütig beschliessen, unsere kleine Expedition hier umkehren zu lassen.
Auf der ehemaligen Trasse einer Kleinbahn, heute "Historisch-Ökologischer-Erlebnispfad" wandern wird zurück, zurück Richtung Zivilisation.
So sah es hier früher aus.
Nach insgesamt 21,8 km heute haben wir uns dann nen Kaffee verdient.
Danke an Susanne und Marc für Eure Begleitung.
Viele Grüße
Frank