Donnerstag, 21.November 2013
Eine sehr unruhige Nacht, es wird laut lärmend geputzt.
Frank springt aus dem Bett, "Urlaub, wir wollen doch was unternehmen".
Beim Essen wird eine Schale Räucherzeugs unter den Tisch gestellt,das vertreibt die Insekten und duftet fein.
Gestern Abend wurde die Strasse durch wild gestikulierende Polizisten freigeschafft. Der Verkehr stoppte, um der königlichen Famile Platz zu machen. Die Menschen bleiben ehrfurchtsvoll stehen, Uniformierte salutieren.
Eine Flußfahrt mit der Fähre, pickepackevoll, auf dem Chao-Phraya-River.
Chice Villen, Hochhäuser und Markthallen, Blechhütten, an einer sogar ein Schild "Zu verkaufen".
Tempelanlage Wat Pho. Gigantisch. Gold, Goldplättchen, kunstvoll gestaltete Einzelheiten. Menschenmassen beim liegenden Buddha, weiter hinten inspirierende Stille. Stupas, welche dazu dienen Buddhas vor Raub zu schützen: etwas Großes, Glitzerndes verbirgt die eigentliche Kostbarkeit.
Flohmarkt, Garküchen dicht an dicht.
Gruppen von Menschen, Studenten adrett in Uniform, leise und diszipliniert.
Universität. 1934 von einem Gelehrtem gegründet, der als Junge vom Lande in Paris studierte, nach Bangkok zurückkehrte und als Justizminister sich sehr für Bildung, Demokratie und geistiges Wachstum einsetzte. Die einzelnen Fachschaften sind durch Sicherheitspersonal bewacht.
Frank wurde bei der Essensbestellung vergessen. Schamkultur. Der Kellner kann nicht mehr an unseren Tisch, er hat einen Gesichtsverlust erlitten, die Köchin kommt und serviert mit tiefer Verbeugung.
Straßenläden, Fleisch und Fisch werden direkt zurechtgemacht.
Kosmetikläden, Zahnarzt, Garküchen.
Ein kleines Gässle führt nun zu den "Flußleuten". Über dem Fluß haben sie ihre Häuser gebaut, Abfalldirektentsorgung; der Wok hängt an der Hauswand, die Gasflasche direkt daneben, der Feuerlöscher ist an einen alten Baum gehängt. Die Menschen sitzen und liegen tatenlos; alles ist ganz arm, in einem Häusle hängt ein Riesenfernseher.
Nightmarket Patpong; in den offenstehenden Bars und Clubs ist nicht viel los, die schönen Männer und Frauen der Nacht sitzen aufgereiht wartend da.
Rumbummeln, Eindrücke sammeln, Leute gucken, lecker Essen.
Zurück mit S-Bahn und Taxi. Es musste ein Taxifahrer gefunden werden, welcher weiß, wo er hin soll. Schwierige Sache.
Abends sind die Füsse platt, der Rücken schmerzt.
Typisches Thai-Frühstück. Reissuppe mit Chicken oder Seafood. Für Elke immer die vegetarische Variante. Sie traut der Sache noch nicht so ganz. Ich werde nie die Leute verstehen, die hier im Urlaub sind und jeden Tag schlabbrigen Toast frühstücken. Das sind die, die abends dann im Hofbräuhaus zu finden sind, bei Wiener Schnitzel oder Eisbein mit Sauerkraut. Naja, jeder so wie er mag.
Sie trägt nen Faltenrock.
"Mönsch,Mädel, wenn Du weiter so reinhaust, lang ich in zwei Wochen nicht mehr rum."
Wohl die Wettervorhersage für Hamburg geguckt, wa?
The orange boats. Massennahverkehrsmittel auf dem Chao Phraya River.
Kassiererin. Jede Fahrt, egal wie lang, 15 Baht (ca. 40 Cent).
Von Endstation zu Endstation ist man gut 1,5 Stunden unterwegs.
So leer ist es aber selten. Zwischen den Haupttouristenattraktionen wird es ganz schön drängelig, manchmal werden auch Leute wegen Überfüllung stehen gelassen.
Fährt ein weißes Schiff nach Bangkok...
Die modernen Hochhäuser sind Hotels oder Condomiums (Wohnanlagen).
Heute ist wenig Verkehr auf dem Fluß.
Dafür aber ganz schön viel Müll. Plastikmüll überall. Die Thais scheinen Weltmeister im Plastiktütenverbrauch zu sein. Überall gibt es welche dazu. Einkauf beim 7-Eleven. Vier Dosen Cola macht 2 Plastiktüten und vier Plastikstrohhalme. Verwirrung beim Kassenpersonal, wenn man das nicht will.
Ärmere Gegenden.
Thais sind echte Logistikprofis.Trotz teilweise abenteuerlich anmutender Beladungszustände von LKWs, Tuc-Tucs, Mopeds oder Fahrrädern haben wir weder verlorene Ladung noch Unfälle gesehen.
Pflichtprogramm für alle Touris,...
diese Tempelanlage.
Was macht der denn so?
Ach, der liegt hier nur so goldig rum.
Typische Tempelarchitektur.
Und typische Tempelbesucherin. Die Schultern müssen bedeckt, die Hosen dürfen nicht zu kurz sein.
Und mal wieder ne kleine Zwischenmahlzeit. Eigentlich sind wir fast ständig am Essen. Es schmeckt aber auch zu gut.
Bei den Menschen unten am Fluß.
Ein Buddha-Taxi.
"You want Tuc-Tuc? Only 10 baht, one hour."
Dieses scheinbar günstige Angebot bringt einem eine Odysse zu diversen Läden ein, in denen der Fahrer Provision oder Benzin für das Herbeikarren von Dummis bekommt.
Regulär (Verhandlungsache) liegt der Fahrpreis etwas über den recht günstigen Taxipreisen. Der Vorteil, man kommt schneller durch das Verkehrsgewirr, als mit einem Taxi. Dafür atmet man aber auch die Abgase ungefiltert ein.
Warum karren die hier soviel Steusand ran? Erwarten die etwa einen harten Winter?
Rollende Garküche.Man stelle sich mal vor, in einem Unfallbericht, einer deutschen Versicherung klarmachen zu müssen, dass man von einem Restaurant überfahren wurde.
Das Busliniensystem erschliesst sich uns so gar nicht. Aber warum soll man auch als gutsituierter Tourist den Einheimischen die begehrten Plätze darin streitig machen? Oft ist man zu Fuß eh schneller und sieht dabei auch mehr.
Hoffentlich haben die gute Leitungspläne.Und wo ist eigentlich der Rest vom Haus?
Rushhour. Eigentlich 24 Stunden am Tag.
Der Nachtmarkt Patpong bietet viel Falsches.
Falsche Reebook-Shirts,...
falsche Rolex-Uhren...
und falsche Gefühle.
Aber echte Köstlichkeiten.
Abenteuer Taxifahren. Zwar billig, der Km ca. 25 Cent, aber doch recht mühselig einen Taxifahrer zu finden, der einen mitnimmt. Geht meistens nur, wenn man sagt, dass man den Weg kennt oder der Fahrer zufällig weiß, wo man hin will. Am Besten man nennt einen bekannten Ort im Umkreis von einem Km von seinem Ziel und geht den Rest zu Fuß.