Freitag, 21. September
Sonniges, stabiles Wetter ist uns versprochen. So, dass auch wir uns wieder, jedenfalls für unsere Verhältnisse, hoch hinaus wagen können.
Heute wollen wir das Ahrntal aufwärts erkunden, so weit es für uns möglich ist.
Bis Prettau waren wir schon hochgelaufen. Deshalb stellen wir dort unser Auto ab und fangen dort unseren heutigen Lauf an. Nach 2 km kommen wir hier an. Ab hier haben Fußgänger das Sagen.
Man könnte es sich auch bei diesem Ausblick den ganzen Tag gemütlich machen. Was soll also diese Rennerei?
Bis auf die Birnlücken-Hütte wollen wir es heute versuchen, eventuell auch noch zur Birnlücke.
Anfangs geht es zu wie auf der A 40 zwischen Bochum und Essen. Aber es lässt sich gut laufen. Zwar immer bergauf, dennoch sind in der ersten Stunde 7,5 km geschafft.
Nachdem wir am Stau vorbei sind, können wir sehen, dass es nicht so schön moderat ansteigend weitergehen wird.
Wer wollte da rauf?
Und dann sehen wir das Dilemma. Beim bloßen Anschauen schmerzen die Beine.
Da will ich aber bestimmt nicht rauf.
Nach schier endloser Plackerei belohnt dann dieser Ausblick.
Und dann ist sie erreicht, die Birnlücken-Hütte.
Hier auf 2441 m ist es mit 8 Grad C, 6 Grad wärmer als beim Loslaufen 1330 m tiefer.
Was ist nun schöner? Der Blick von unten nach oben, oder von oben nach unten?
Da könnten wir weiter.
Da könnte man auch weiter, wenn man Yeti ist.
Währen wir auch so auf die Berge schauen, reift der Entschluss es nicht weiter nach oben zu wagen.
Laufschuhe, auch wenn es Trailschuhe sind, sind wohl nicht so geeignet im Schnee, der uns wenige Meter höher erwarten würde,....so unsere Ausrede. In Wirklichkeit sind wir fix und foxy.
Folglich ist der Hinweg auch unser Rückweg.
Verdursten muss hier keiner.
Basislager auf 2000 m.
Nach der Steilwand lässt es sich wieder richtig gut rollen.
Trail-Herz, was willst Du mehr?
Und andere künstliche Hindernisse.
Es klappert die Mühle....
Nach 20,6 km sind wir wieder am Ausgangsort angekommen, 1330 Höhenmeter rauf und auch wieder runter.
Damit hat es sich erstmal mit der täglichen Berichterstattung aus Südtirol. Morgen ziehen wir nämlich um, auf die Wollbach-Alm. Kein Strom, kein Internet,...ich bin nicht böse drum.
Ciao