Frühstücksmobil.
Nach dem Frühstück trennen sich erstmal wieder unsere Wege. Die Mädels wollen sich mit intimen Ansichten vergnügen. Nix Anrüchiges, so wie man annehmen könnte. Nö, ganz einfach nur ne Gemäldeausstellung im Murnauer Schloss.
Auch nicht schlecht,... wenn Mann drei Hände hätte.
Ich habs mehr mit Landschaftsansichten, fahre deshalb schon mal nach Ogau vor. Ogau, Eingeweihte wissen, das ist Oberammergau.
Eigentlich hätte ich jetzt hier Touristenmassen erwartet. Stattdessen fast gähnende Leere auf den Straßen und Plätzen, fast wie in einer amerikanischen Kleinstadt zehn Minuten vor dem erwarteten Eintreffen des nächsten Hurricanes.
Von Einheimischen erfahre ich, dass die Touristenzahlen in den letzten fünf Jahren drastisch zurückgegangen sind. Der klassische Ogau-Besucher ist fast ausgestorben, die Head-Down-Generation fährt hier nicht hin. Warum auch? Die sehen ja doch nix, außer ihrem I-Phone-Display.
Ich sehe aber was, was ich für den wahren Grund des Besucherschwundes zu erkennen glaube.
Fast alle Häuser hier sind gar fürchterlichst mit Graffiti verunstaltet.
Wer will denn in so einer Atmosphäre schon Urlaub machen?
Guckt euch bloss mal diese Schmierereien an.
Hinweise auf die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsfestspiele finde ich auch an jeder Ecke.
Nur die Mädels noch nicht.
Deshalb schnappe ich mir meinen Drahtesel und fahre zur nächsten Touristenattraktion, zum Kloster Ettal.
Die Ammer, links der Hausberg Kolben.
Obwohl in den Bergen gelegen, kann man hier im Flachen schön dahinrollen.
Ettaler Weidmoos.
Das Kloster Ettal.
Der Innenhof.
Endlich haben die Mädels auch genug von den intimen Ansichten.
Wandern?
Oder Radeln?
Wandern!!!
Blick über Ogau.
Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer guckt am blödesten im ganzen Land?
Immer mit gutem Beispiel vorangehen,...
dann folgen euch auch andere.
Was wir hier sehen, ist die Geburtsstunde der sogenannten Wanderbewegung.
Na, das habt ihr euch verdient.
Am Abend fahren wir wieder nach Ogau,...
um hier....
ein weiteres Konzert zu hören.
Und auch hier wieder das Touristendilemma. Auf je zwei Zuhörer kommt ein Musiker.
Wir übernachten bei der Ettaler Mühle.
Fortsetzung folgt