Freitag, 12. Dezember (Ko Phayam)
Heute sind wir auf Mountainbikes unterwegs, erkunden die ganze Insel. Frühstück an der Pier, Nudelsuppe mit Huhn für mich, Obstteller für Elke.
So gestärkt begeben wir uns auf die längste Strasse der Insel, der südlichen Zufahrt zum Ao Yai (Long Beach), 4,6 km lang. Anders als die nördliche Zufahrt ist diese Strasse noch nicht touristisch erschlossen, wir fahren durch Cashewnuss- und Gummibaumplantagen, können sehen, wie die Einheimischen leben.
Drei Kilometer lang ist der Ao Yai, weißer Strand, bei Niedrigwasser ca. 200 m breit. Am nördlichen Ende der Bucht, die Strasse ist hier zu Ende, entdecken wir einen Dschungelpfad, dem wir neugierig folgen. Zuerst entdecken wir dabei, wieviel Spass das Geländefahren mit einem Mountainbike machen kann, dann nach ca. 2 ziemlich herausfordernden Kilometern das Mokenvillage, ein kleines Seenomadendorf. Die Zivilisation ist hier doch sehr weit zurück, mit Ausnahme einiger Sonnenkollektoren, die wir endlich mal sehen. Die Einwohner sind Christen, in diesem vom Buddhismus geprägten Land. Über die nördliche Zufahrt fahren wir zurück, kehren noch bei Chicken-Mama auf das eine oder andere gegrillte Hähnchenteil ein, trinken im Thitirat-House eine rare Köstlichkeit in Thailand, frischen Filterkaffeee.
Geschafft kommen wir wieder an unserer Bambushütte an. Elke läuft dann gleich ihre Streak, weil sie Angst hat sonst nicht mehr in die Gänge zu kommen, ich laufe eine Stunde vor Sonnenuntergang die Tempelpier-Runde, 7 km lang, zum erstenmal heute mit einer Pace von unter 7min/km. Langsam wird es mit der Akklimatisation. Abends reicht dann die Kraft aber doch wieder für die 2,5 km zum Cha Chai, einem sehr guten vegetarischen Restaurant. Es ist aber stockdunkel und so ist die Fahrt auf zwei Fahrrädern mit nur einer Stirnlampe ein kleines Abenteuer. 200 Meter vor unserem Resort liegt unser Fahrradverleih, bevorzugtes Restaurant und Wäscheservice. Hier geben wir die Räder zurück, bleiben noch auf ein Bier.
Auf dem Restweg dann noch eine unheimliche Begegnung mit einer schwarzen, ca. 50 cm langen, langsamen Schlange. Die langsamen Schlangen sind zumeist die giftigen. Und beinahe wären wir drauf getreten. Leider sind die Fotos von dieser Begegnung nix geworden.


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