Donnerstag, 8. Oktober
Die gestrige Bergbesteigung ohne "Gipfelsturm" liegt noch bißle auf der Seele.
Heute soll es gelingen: dank der Alternative, welche vermutlich die meisten Menschen wählen. Per PKW sind wir fix auf dem Gipfel. Dieser stellt sich als Riesenparkplatz mit Riesenbrotzeithütte und Skilift dar. Auch einige Bauern und Händler aus der Gegend bieten ihre Erzeugnisse feil, laden zum Probieren ein.
Mit gesteigertem Appetit machen wir uns auf den Weg in wieder tieferliegende Gefilde.
Bica e Croissant schenkt uns neue Kräfte.
Ab nun trennen sich unsere Wege:
Frank erläuft sich stundenlang, dem Goethewort folgend, diese wundervolle Gegend. Entdeckt interessante Winkel.
Elke besucht die Ecola, wird mit einer spontanen, individuellen und sehr ausführlichen Führung des Chefs persönlich, Senhor Clara beschenkt.
Herrlich! Eine Arbeit zum Träumen! Die Bauern liefern an der einen Tür die frisch geschorene Wolle ab. 15 Mitarbeiter kümmern sich engagiert und fröhlich um die Weiterverarbeitung bis zum traumschönen Endprodukt in höchster Qualität.
Alles in einer Hand. Von Anfang bis Schluss in jedem einzelnen Arbeitsschritt verfolgbar. Tradition. Haute Couture. Ökologie.
Ein unaufgeregt stilles Statement.
Und dies in einer angenehm selbstverständlichen Gelassenheit.
Am Abend werden wir mit einer Festlichkeit bekannt gemacht. Die Statue der Fatima "reist" durch die Orte. Im Dorf ist jedes Haus, jede Straße festlich geschmückt. Die Menschen tragen zum Großteil ihre Festtagskleidung. Nach und nach schließen sich die Bewohner dem mit geistlichen Gesängen begleiteten Umzug an.
Frank ist nach seinem langen Laufen hungrig und drängt zum Abendessen, Elke ist satt von all den Eindrücken. Der Appetit kommt dann beim köstlichen Essen.
Nein, heute gibt es keine Zitate portugiesischer Schriftsteller.
Vom 800 m auf 1500 m in 10,5 km. Anderthalb Stunden rauf, eine Stunde wieder runter. Das Rauf war trotzdem angenehmer.



















































