Mittwoch, 7. Oktober 2015
Sind die Sehenden blind
oder
sind die Blinden sehend?
Diese Fragen diskutierte - in einer anderen Ebene - ein weiterer großer Schriftsteller Portugals, José Saramago.
Welcher Zustand entscheidet über unsere äußeren und inneren Wahrnehmungen?
Welche Wege gehen wir, blind einander vertrauend?
Bei welchen Schritten halten wir inne und vertrauen der Sicht des Herzens?
Welche Situationen öffnen uns die Augen?
Das Unbekannte lockt.
Wir machen uns, nach einem grandiosen Frühstück, auf den Weg zum Gipfel des höchsten Berges, den Torre, der Sierra de Estrela zu erkunden.
Dem Himmel, den Gestirnen nahe.
Die Sonne strahlt, also steht Wandern, und nicht Skilaufen, auf dem Plan.
Augen auf. Das Herz und die Seele weit.
Erkennen.
Manches ist unvernünftig. Also: Innehalten und neu orientieren. Umkehren.
Und dabei unerwartet, überraschend beschenkt werden.
Mit kostbaren Begegnungen und Erkenntnissen.
Sehend.
Der Plan für heute lautet die Besteigung des mit 1993 m höchsten Berg Portugals, den Torre. Dafür fahren wir ihm ein Stück entgegen, von Manteigas aus wäre die Strecke hin und zurück an einem Tag nur schwer machbar, jedenfalls wenn man erst um 08.30 Uhr frühstückt.
Ab hier geht es wieder schneller. Zu schnell, so dass wir eine Abzweigung verpassen und ca. 3 Kilometer Umweg laufen müssen.
Noch 443 Höhenmeter. So langsam kommt der Verdacht auf, dass wir uns verkalkuliert haben, länger brauchen werden als gedacht.
Da müssen wir noch ganz rauf. Nicht zu schaffen, wenn wir noch im Hellen wieder am Auto sein wollen.
Wir liefern noch den geliehenen Wanderstock wieder ab, kaufen hier einen Käselaib, selbstgemacht und...













































