Von da müssen sie kommen. Zum Glück liegt das Ziel am Ende einer Sackgasse. So wird heute es keiner schaffen können aus der entgegengesetzten Richtung über die Ziellinie zu laufen, so wie anno dazumal ein Teilnehmer beim 1. Elbe-Lübeck-Kanal-Ultra.
Ca. 8 Minuten nach seiner selbst hochgerechneten Zielzeit kommt Harald den Zielanstieg hochgestürmt. Für ihn beginnt jetzt eine Stunde des Wartens, warten auf die Zielankunft der 7 Uhr-Starter, die ihm als 6 Uhr-Starter den Gesamtsieg noch streitig machen könnten.
Sebastian erläuft sich bei seinem ersten Start jenseits der Marathondistanz einen dann doch sicheren, aber dennoch hart erkämpften Sieg bei den 50ern. Dabei pulverisiert er den bestehenden Streckenrekord um mehr als eine Stunde.
Letzte Prüfung vor Duschen, Kuchen, Gulasch, Linsengericht und Bier ist dann seinen "Karl-Otto" auf das jeweilige Streckenschild zu setzen.
Besser rasiert wären garantiert noch ein paar Sekunden mehr drin gewesen.
Hans-Albert, guter Zweiter bei den 50ern bleibt auch weit unter dem bisherigen Streckenrekord.
Tante Sören hat unterwegs seinen Bewährungshelfer abgehängt und sich dann konsequent Platz um Platz nach vorne gelaufen. Wer weiß was passiert wäre, wenn der Lauf noch 111 km länger gewesen wäre? So kommt er als zweiter 111er über die Ziellinie, was in der Endabrechnung einen vierten Gesamtplatz ergeben wird.
Man beachte das durchgestrichenen "o". Heißt er etwa nur Sren? Mist, muss ich alle Ergebnislisten ändern.
Als dritter 50er hechelt Kent dem Ziel entgegen. Auch er ist schneller als der schnellste 50er des 1. Heidschnucken-Ultra in 2013. Damit hat er sich in den erweiterten Favoritenkreis für den 3. Elbe-Lübeck-Kanal-Ultra katapultiert.
Und dann nicht nur für mich die Überraschungen des Tages. Die Zwei, die keine halben Sachen machten.
Mit einem Vorsprung von 4 Minuten auf den schnellsten 6 Uhr Starter kommen sie nach 12h 34min 27sek Hand in Hand über die Ziellinie gelaufen. Sich selbst auf Platz zwei wähnend, war ihre Freude natürlich noch größer, als die, als absolute Newbies über solche Streckenlänge überhaupt angekommen zu sein.
Auch danach waren sie kaum zu trennen, ich dachte schon daran, den Eimer mit kaltem Wasser zu Einsatz kommen zu lassen.
Besonders schön fand ich die Ansage Gawans, der geäußert hat, dass er, selbst wenn er eine halbe Stunde vor Hermann am Ziel gewesen wäre, solange vor der Ziellinie gewartet hätte, bis dieser auch angekommen wäre.
Ich sach ja immer, wahre Liebe gibt es nur unter Männern.
Der verdiente Eintrag auf der Tafel of Fame.
Der Rest des 50er-Feldes, Stefan aus Heidelbremen und die Hamburgerin Andrea, die kurzfristig für die verhinderte Elena J. eingesprungen ist und somit verhinderte, dass der 50er zum erstenmal in seiner Geschichte ohne Frauenbeteiligung stattfand.
"Pass auf wo du hintrittst, da hat schon jemand hingek......."
Dennis und Uwe, die unterwegs irgendwo eine Leidensgemeinschaft gebildet haben, erkämpfen sich einen guten sechsten Gesamtplatz.
Und hier nochmals die beiden Gesamtsieger. Beide wohnen in Häusern mit Kaminofen, oder warum begeistern sie sich so über das Stück Holz?
Für den Veranstalter mal wieder eine kurzfristige Herausforderung noch schnell eine zweite Gesamtsiegermedaille herzuzaubern. Aber ihr wisst ja, Holz ist geduldig.
Axel aus Berlin hat sich hier gerade auch zum erstenmal die Dreistelligkeit erlaufen. Herzlichen Glückwunsch.
So sei ihm verziehen, dass es mit dem Bücken nicht mehr so richtig klappen wollte.
Siegerin der Frauen"konkurrenz" über 50 km, Andrea aus Hamburg. Mal sehen, ob sie diesen Erfolg bei der Harzquerung am kommenden Wochenende wiederholen kann.
Der Papst,........
ach nö, Tino isset. Ich glaube, es war heute nicht so ganz sein Tag, dafür um so mehr Respekt, dass er sich bravourös durchgekämpft hat, immer für einen Spaß zu haben war (man kriegt da so seine Rückmeldungen von den Verpflegungsstellen) und dann mit 14h 21 min einen guten fünften Platz erkämpft hat.
Watten datten?
Och, noch ne Läuferin, noch eine aus Hamburg. Cornelia holt sich hier ungefährdet den Sieg bei den Frauen über die 111 km. Klasse Leistung!!!
Wer aufmerksam mitgelesen hat, wir festgestellt haben, dass alle vier Titel nach Hamburg gingen, lediglich der Gesamtsieg bei den 111ern wurde zwischen Hamburg und Buchholz geteilt. Heimvorteil? Heimliches Üben?
Ultra-Jörg, seit 1990 auf Ultrastrecken zu Hause. Haltet Euch fest, er hat bei 148 Veranstaltungen, bereits 17973 km auf Strecken jenseits des Marathons erlaufen. Schön, dass er heute nix zu "meckern" hatte. :-)
"Ja, ich will."
Dann ist erstmal Warten angesagt, warten auf die letzten Helden und Heldinnen, die sich noch durch die Dunkelheit kämpfen. Allzu lange kann es nicht mehr dauern, da Fritz den VP in Nenndorf, ca. 13,5 km vor dem Ziel schon auflösen konnte.
Ultra Queen Christine, wie immer....
am Lächeln. Beim Start hatte ich sie gefragt, wann sie im Ziel ankommt. Ihre Voraussage war fast auf die Minute genau.
Auch für Cornelia ein Stück Holz.
Illuminator
Die Landebahn ist erleuchtet.
Und da kommen sie schon wieder die Straße lang,
mit ihrem bi-ba-butterweichen Gang.
Und das ohne Verläuferli. Mädels, ihr wart Klasse!!!!
Ohne Worte
Tränen lügen nicht.
Ultrateam mit Lotsenläufern Marco (links) und Marc (verdeckt)
Haltungsnote: Top
Haltungsnote: Naja
Bernd aus Hagen hat die Gunst der Stunde genutzt und sich den Quartett aus 111km-Läuferinnen und Lotsenläufern angeschlossen. Und nun haltet euch fest: Bernd hat allein im Monat April 384 Ultra-Kilometer gesammelt, 111 km hier, 172 in der Vorwoche beim Jurasteig Nonstop Trail und 100 km noch eine Woche vorher beim Limburg Zwaartse. Wahnsinn!!!
Und nur wenige Minuten später kommt Danny als Letzter, in der Gesamtwertung aber 13. ins Ziel. Auch Danny erlebt hier heute zum erstenmal, wie sich mehr als 100 km anfühlen.
Scheint ja nicht ganz so schlimm gewesen zu sein.
Das war der 2. Heidschnucken-Ultra.
Der Tag danach

Das Grinsen kriegen wir heute bei Monika nicht abgestellt. Fritz, Marathonheld von Berlin 2013, ist anscheinend schon in Gedanken beim Hamburg-Marathon 2015, den er zum Abschluß seiner einzigartigen Läuferkarriere noch laufen möchte.
Auch Monika und Hans-Jürgen Pechtl kommen zum Kuchenvernichten vorbei.
"Welche Dumpfbacke hat denn die Ostereier auf den Kuchentisch gestellt?"
Ultralaufen kann so schön sein,...............als Zuschauer.
Bayerischer Abend. Mit "Alter Liebe" und Schäufele von Bea leckerlichst zubereitet.
Wir entschuldigen uns, dass wir nicht alle mitgebrachten Fans und Hunde ins Haus bitten konnten, da wir den begrenzten Platz für die Läuferinnen und Läufer benötigten. Wir bitten dafür um Verständnis.
Ich (Frank) entschuldige mich für meine Pflichtvergessenheit, dem veganen Linsengericht, die Würstchen zuzusetzen.
Wir bedanken uns bei allen Läuferinnen und Läufer für ihre Teilnahme, für ihr besonnenes Laufen und dafür, dass sich keiner so richtig verlaufen hat.
Ein besonderer Dank nochmals an alle Teammitglieder und Unterstützer, namentlich:
Susanne und Marc Bücher
Monika und Fritz Schulte
Bea und Sepp (Berner)-Schmaußer
Katja Brandt
Birgit Küntzel
Familie Pechtl
Restaurant Heidelust
Wittes Gasthaus
Hotel Cordes
Hotel Fuchs
Hotel Unter den Linden
Touristinformation Bispingen
Vorschau
Der 3. Heidschnucken-Ultra findet voraussichtlich am 2. Mai 2015 statt. Wir sind gerade dabei, das Team dafür zu rekrutieren (ohne Team kein Lauf). Reservierungen nehmen wir keine, Anmeldungen erst nach Veröffentlichung der Ausschreibung entgegen.
Elke und Frank