Adventszeit.
Zeit der Nostalgie.
Auch die Zeit so mancher nostalgischer Verklärung.
Ja, damals.....
In den Häusern duftet es nach Plätzchen. Rezepte werden ausgetauscht. Und manch Einer wagt sich erstmals ans Tun, ans freudvolle Produzieren.
Da sinniert man und auch frau während eines Spaziergangs durch den Park "Planten und Blomen" darüber, weshalb so viele Menschen ihr kreatives Schaffen in der Küche auf diese vier kurze Wochen beschränken.
Das ganze Jahr über ist Hochsaison für diverse Packungen, welche den Einheitsgeschmack favorisieren, den gestressten Berufstätigen entlasten: Soßen, Gewürzmischungen, Suppen, Fertig- und Halbfertiggerichte. Würde ich mich tiefer damit beschäftigen, käme ich aus dem Supermarkt vor Ladenschluss nimmer raus. Endlos scheinen die Regale.
Und nun?
Weil die Weihnachtszeit naht, wird der gute Geschmack, das Individuelle, Verwöhnendes in den Blickpunkt gerückt.
Ist es wirklich mehr Arbeit und weniger Lebensqualität z.B. ein Kartoffelpürree selbst zuzubereiten? Macht es tatsächlich mehr Spaß total eigenständig ein superbilliges "Einmalkleid" in einem großen Kaufhaus zu erstehen, das uns nach dem zweiten Waschen enttäuscht?
Nein, keine Sorge!
Es liegt mir nicht daran, das Rad der Zeit zurück zu drehen.
Mir liegt daran, jeden neuen Tag darüber nachzudenken, wie ich mit dem mir geschenkten Leben, mit meinen Lieben umgehe, indem ich mein Konsumverhalten beleuchte, kritisch hinterfrage.
Etwas Selbstgemachtes erfährt in unserer Familie allerhöchste Wertschätzung.
Das ganze Jahr über.
Jeden Tag.
Nicht nur in der Advents- und nachfolgenden Weihnachtszeit.