Montag, 2. Dezember 2013
Das "less spicy" Frühstück ist superscharf, wie mag das "gut gewürzte" Süpple von Frank erst sein?
Der Tag gestaltet sich als "Suche"-Tag: nach dem Bahnhof, nach der Taxistation, nach der Toilette.
Zugticket nach Bangkok für Mittwochabend gelöst.
Cooking Class gebucht mit Zugfahrt auf eine Farm.
Frank mietet sich für nachmittags ein Radl, ich hüte Bett und Clo.
Abends werfen wir uns ins Nachtleben, mit den "Schönen der Nacht", das Geschäft scheint nicht gut zu laufen, die Mädels sitzen gelangweilt da.
Wir entdecken einen Foodcourt, laut, lärmend, eine enorme Geräuschkulisse verschiedener Musiken.
Bauchkrämpfe, irgendein doofer Magen-Darm-Infekt.
Frühstück. Die Mönche ziehen morgens durch die Straßen und sammeln an Geschäften Lebensmittel und wie von uns beobachtet teilweise auch nicht ganz geringe Geldbeträge ein. Zum Dank an den Spender wird dieses mit einem Gebet belohnt. Dabei scheint sich die Länge des Gebetes mit dem Wert der Spende zu steigern.
Wir gehen Atmosphäre schnuppern.
Lasst euch sagen, es weihnachtet sehr. Allüberall auf Balkonen und Sitzen, sah ich orangene Sterne blitzen.
Der hier hat schon morgens also so gar keine Lust mehr am Schaffen. Bestimmt kein Schwabe. Oder nur etwas vorweihnachtliche Beschaulichkeit?
"Jetzt ess ich erstmal was und dann mach ich auch auf vorweihnachtliche Beschaulichkeit."
Und der verdient sein Geld mit Reklameschilder-Fahren.........., hier für Toilettenpapier für Rüsseltiere.
Dem sind die Börsennachrichten wichtiger.
Und dann doch noch einer, der richtig was gschaffelt.
Elke glaubt noch, dass wir gleich am (Eisenbahn-) bahnhof sind. Ich übrigens auch.
Eine klare Nennung des Fahrtzieles war vorausgegangen. "Trainstation, please."
"Yes.", so die bestimmte Ansage des Schofföööööörs.
Ich werde erst stutzig als der Bahnhof rechts von uns auftaucht und das Auto links abbiegt.
Kilometer und Minuten später, erreichen wir den............Busbahnhof.
"Trainstation?"
"No, busstation."
"We want train station."
"Oh solly."
Er hat´s wirklich nicht böse gemeint, da er sofort Gas gibt und uns ohne weitere Umwege zur Trainstation bringt, ohne Aufpreis. Ein Trinkgeld für so eine schöne Stadtrundfahrt hat er sich dann aber doch verdient.
Das Zugticket für den Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok ist gesichert.
Elke nimmt sich nachmittags eine Auszeit, ich ein Leihfahrrad aus chinesischer Produktion. Sieht im ersten Moment ganz gut aus, entpuppt sich dann aber technisch ebenso vollkommen wire annodazumal der Bus von Chiang Rai rauf zum Mekong. Bremsen? Wofür braucht man Bremsen? Völlig überwertet, deren Sinn.
Ich mache mich dann mit ungefähr doppleter Fußgängergeschwindigkeit (mehr ist aufgrund der Übersetzung nicht drin und wäre auch nicht ratsam, s. Bremsen) auf die einmalige Umrundung des Stadtwalles.
Reste der alten Mauern sind überall zu finden.
Big brother is watching you. Reklameschild vor dem Rekrutierungsbüro der NSA.
Weibliche Entschlossenheit................auf dem Weg zum nächsten Schuhgeschäft.
Der Macker auf dem Laster hält Ausschau, welche Taube ihm da gerade auf den Kopf gesch....hat.
"Vielleicht hätte ich doch besser die roten Schuhe kaufen sollen?"
"Hoffentlich ist mein Kumpel mit den Börsennachrichten bald durch."
Sojamilch versus Chang Bier. Ich habe keine Bauchkrämpfe bekommen.
Wer hat denn hier wieder ne Maus aus nem Elefanten gemacht?
Ein toller Käfer.