Eine schöne Woche mit den Teilnehmern am Heidschnucken-Etappenlauf liegt hinter uns. Am Sonntag sind wir wieder zu Hause und ich habe noch eine Woche Urlaub, Resturlaub aus 2012. Was tun? Elke muss arbeiten. Die Zeit zu Hause verbringen? Nö, zu schade, Urlaub muss genutzt werden. Mich zieht es in die Berge, Bayern und die Alpen wären sehr schön. Allerdings, für ne Woche ist mir die Anfahrt einfach zu lang. Also, ab in den Harz, die Berge sind zwar nicht so hoch, aber ansonsten ist es dort auch sehr schön. Das wissen wir ja spätestens seit dem Etappenlauf im letzten Jahr entlang des Hexenstieges.
Nach 280 km bin ich fast an meinem Ziel angekommen, Hasselfelde im südöstlichen Harz, in Sachsen-Anhalt, liegt vor mir.
Zwischen Hasselfelde und Stiege, Domäne heisst der Klecks auf der Landkarte, liegt ein Campingplatz, den ich zu den schönsten mir bekannten Campingplätzen zähle. Teilnehmer am letztjährigen Etappenlauf kennen den, dort haben wir nach der ersten Etappe unsere Zelte aufgeschlagen.
Das Zeltaufbauen entfällt heute, weil ich das Glück habe eine dieser Wanderhütten zu bekommen.
Vier Stück gibt es davon, die Übernachtung darin kostet nur 10,- €.
Diese sind zwar spartanisch eingerichtet, aber für eine Person ist mehr als genug Platz, alle anderen erforderlichen Einrichtungen bietet der Campingplatz und vor allem, die Kojen sind echt gut. Die Kiste Hasseröder musste ich allerdings selbst mitbringen.
Nachmittags breche ich dann zu einem Lauf auf, ins nahe Stiege soll es gehen, mal gucken, was da so los ist und vor allem muss noch was fürs Nachtessen besorgt werden.
Nach drei km ist Stiege erreicht. Tja, was ist hier so los?
Einen Bahnhof gibt es.
Einen Teich.
Sogar einen Hafen.
Und ein Schloß,... aber außer einem Kiosk keine Einkaufsmöglichkeit.
Nicht ungern laufe ich deshalb zurück nach Hasselfelde, denn dort gibt es bestimmt nen Supermarkt.
Ganz entgegen des landläufigen Gesundheitstrendes wird hier noch kräftig geraucht. Also nee, immer diese Meiler.
Auch ne Kirche haben sie.
Und sogar nen Bahnhof.
Und schließlich finde ich auch einen Supermarkt, der erste Abend ist gerettet.
Ich erinnere nochmals ans Datum, den 3. September. Ich hätte mich auch schon an einer bunten Auswahl von Weihnachtsgebäck bedienen können. Echt krass. Oder lag das da noch vom letzten Jahr?
Nach 13,2 km heute schmeckt´s dann auch, ganz lieblich.