Noch drei Tage bis zum Start.
Gelaufen wird heute nicht viel.
Marianne und Marc treffen sich schon vor dem Aufstehen zum gemeinsamen täglichen Lauf, Elke wird den ihren während der Wanderung erledigen und ich erst abends, gerade mal 2,2 km.
Trotz regnerischen Wetters, lassen wir uns die Laune nicht verderben,...
...auch das Wandern nicht. Unser erstes Ziel heißt heute "Hexentanzplatz".
Im Harz wird auch wirklich an jeden gedacht,...hier an alleinstehende Wanderinnen.
Hier eher was für alleinstehende Wanderer.
Blick vom Hexentanzplatz auf Thale.
Blick in das Bodetal, benannt nach dem bösen Bodo aus Böhmen,...doch dazu später mehr.
"Ah, guck amohl dah, Turischde."
"Marc, tu´s nicht."
"Guck ma, da fliechta!!
Unser nächstes Ziel, die Rosstrappe liegt auf der gegenüberliegenden Talseite.
Vom Hexentanzplatz wandern wir einen steilen und steinigen Weg hinunter ins Bodetal.
Den Aufstieg erleichtern wir uns a weng.
Hier sehen wir die Anfänge einer Sammelleidenschaft, die sich noch zu einer ausgesprochenen Sucht ausgestalten wird. Die Jagd nach Stempeln für den Harzer Wanderpass.
Die Rosstrappe.
Reisen bildet.
Marianne erzählt uns über die Entstehung der Rosstrappe.
"Also,...der böse Bodo aus Böhmen hetzte hinter Brunhilde her, auf der Jagd nach Sex. Brunhilde aber hatte so gar keine Lust, flüchtete deshalb auf ihrem schnellsten Gaul. Bodo auch zu Pferde immer hinterher.
Brunhilde erreicht das Tal, treibt ihren Gaul an, der darüber hinweg springt und dabei seinen Hufabdruck im Gestein (Rosstrappe) hinterlässt. Der böse Bodo aus Böhmen treibt seinen Klepper ebenfalls an. Der nimmt aber nicht genug Anlauf und beide, also Bodo und Klepper prallen hart unten in der Schlucht auf, die seitdem Bodetal heißt."
Auch bergab hat die faule Bande wieder den Sessellift genommen.
Und zurück zum Hexentanzplatz diese Seilbahn mit spektakulärer Aussicht.
Wer will denn da nicht erkannt werden?
Auch auf dem Rückweg nach Friedrichsbrunn bietet sich noch der eine oder andere Ausblick ins Bodetal.
Susanne zählt derweil, wieviele Blatt Klopapier uns noch für die letzten 5 km zur Verfügung stehen.
"Ich muss auch!!!"
"Hast Du noch ein Blättle für mich übrig?"
Beruhigend. Nicht verlaufen!!! ... Noch nicht!!!
"Uwe, mach mal ne typische Handbewegung."
Danke!
Wir müssen leider draußen bleiben.
Abends gesellen sich noch Petra und Rainer dazu, vergrößern die Schar der Frühangereisten auf 10 Köpfe.
Zu zehnt stürmen wir den Schützenhof, dürstend und ausgehungert.
Solche Menschenmassen scheint man hier nicht gewöhnt zu sein.
O-Ton Wirt: " Was wollt ihr? Essen? Alle zehn? Au weia."
Entsprechend war es.
Der Tag geht, Schierker Feuerstein kommt.
Fortsetzung folgt