Dienstag, 29. September 2015
Ferien.
Ein magisches Wort.
Anziehend. Losziehend.
Aufbrechen zu neuen Ufern.
Aufbrechen zu Abstand vom schnöden Alltag, welcher bei näherer Betrachtung gar nicht schnöde ist.
Aufbrechen zu neuen Horizonten in uns selbst.
Sehr lange Zeit war es fraglich, ob wir überhaupt gemeinsam Ferien - aufgrund mehrerer uneinschätzbaren Faktoren, machen können. Frank hat mehrere Male seinen Urlaubsplan verändern lassen.
Gemeinsam ist´s doch schöner.
Auch das Wohin war mehreren Veränderungen unterworfen, manchmal wird die Auswahl durch politische Fragen mitbestimmt. Ob wir das wollen oder nicht: Es ist so.
Portugal guckten wir uns aus. Nicht zu weit weg, Wetterlage auch im Oktober günstig. Keine schlechten Nachrichten.
Also werden die Taschen und Koffer gepackt im Wissen, dass mindestens die Hälfte des Eingepackten nach zwei Wochen genauso in den Schrank gelegt wird, wie es herausgenommen wurde.
Unser erstes Ziel der ganz grob geplanten Reise ist Lissabon.
Das Flugzeug bringt uns flott hin.
Allerfeinstes Sommerwetter begrüßt uns. Das nächste Abenteuer des Tages ruft: U-Bahn und Bus bringen uns fehl- und tadellos nach Ajuda.
Gegenüber des Palastes nehmen wir Quartier.
Nehmen wir Quartier?
Erst mal nicht. Die Haustür möchte sich nicht öffnen lassen. Weder vom Ersatzschlüssel, noch vom herbeigeholten technisch versiertem Freund und auch vom Schlüsseldienst erst nach fernsehreifen rabiaten Maßnahmen.
So sitzen wir auf Taschen, im kleinen Park, im Café nebenan.
Endlich, nach über drei Stunden, gehen wir über die Schwelle des winzigen Häusles und sind gleich angetan, begeistert.
Wie wunderschön!
Das Gepäck stellen wir ab. Lisboa á noite!
Entspannen. Entdecken.
Genüsslich essen und trinken.
Anflug auf den Lissaboner Flughafen mit Sight-Seeing-Charakter. Christus-Statue in Almada, gegenüber von Lissabon.
Lissabon ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen, jedenfalls nach 6.30 Uhr morgens, vorher fährt die Metro nicht. Schon erstaunlich für eine Großstadt. Aber wir haben es später am letzten Tag unseres Urlaubes selbst erlebt. Morgens um 5 Uhr ist dort wirklich auch noch kein Mensch auf der Straße, außer ein paar Touristen, die zum Flughafen wollen und ein paar Taxifahrern, die dieses wissen.
Im Viertel Ajuda, direkt beim Palacio do Ajuda liegt das kleine Häuschen, dass wir für die ersten vier Nächte gebucht haben.
Typische portugiesische Häuserzeile. Ganz rechts, das kleine gelbe ist das von uns gemietete, namens Minipalacio do Ajuda.
uns bleibt nur noch Warten und Hoffen. Dann endlich, nachdem der Schlüsselnotdienst eine Stunde lang das Schloss bearbeitete (hoffentlich sind die Stundenlöhne in Portugal nicht so hoch)....

































