Frühlingslauf auf den Spuren von Hermann Löns.
„Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja Du bist 's!
Dich hab’ ich vernommen! “
Dem leisen, von Eduard Mörike beschriebenen, Harfenton folgen wir gerne und machen uns nach einem ebenso reichhaltigen wie gemütlichen Frühstück auf den Weg in die Lüneburger Heide.
In Hanstedt stellen wir den Wagen ab und laufen rucksackgerüstet los.
Über kleine ruhige Dörfer in reinster Postkartenidylle.
Entlang Bachläufen.
Vorbei an Weilern und Teichen.
Durch Wälder, das Unterholz dicht mit unterschiedlichen Erika bewachsen.
Pferdekoppeln mit und ohne Pferdles.
Nur wenige Menschen begegnen uns. Hier auf dem Land grüßt man sich freundlich, einander zugewandt. Auch wenn man einander nicht bekannt ist ( Daran werde ich mich in der Millionenstadt Hamburg noch zu gewöhnen haben, dass man Blickkontakt meidend aneinander vorbeigeht, selbst wenn man sich öfters begegnet ).
Von der tagsüber geöffneten Magdalenenkirche in Undeloh lassen wir uns zum Innehalten einladen. Ein schönes Plätzle zum Stillewerden.
Weiter führen uns unsere Schritte in die Bilderbuchidylle der Heidelandschaft. Sanftes Auf und Ab ermöglicht herrliche Ausblicke.
Einzelne Höfe.
Halbverwitterte Scheunen.
Feuertürme.
Eine erstaunliche Vielfalt an Heidepflanzen. Wacholder. Kiefern.
Findlinge.
Picknick halten wir auf dem Wilseder Berg. Der Rucksack wird spürbar leichter.
Gestärkt laufen wir weiter. Freuen uns an der traumschönen Landschaft.
Das Heidemuseum mit verlockenden, die Nase kitzelnden Düften will uns verführen.. Ein Hinweisschild rät dringend zum Pausieren: "Hier geht´s zu Buchweizenwaffeln mit Kirschen und Sahne." Wir sind extrem stark und leisten heftigen Widerstand. Puh! Das war nur ganz knapp gelungen.
Die Dörfer wirken still, alles geht einen gemütlichen Gang. Auch wir lassen uns ohne Eile weitertragen. Immer wieder vergewissern wir uns anhand der Karte, ob und dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Viele Häuser, Gehöfte sogar ein Caféhaus stehen zum Verkauf.
Über das Auetal kommen wir zurück zum Ausgangspunkt und verwöhnen uns mit leckerem Kuchen und Kaffee vor der Heimfahrt.
Zuhause angekommen wird zur Wiederstärkung und zum reinen Vergnügen gegrillt.
Angelteich bei Hanstedt, unserem Start- und Zielort.
Wir lassen es gemütlich angehen, ausreichend Pausen und auch Zeit zum Gucken.
Am Auetalweg kurz vor Ollsen.
Zwischen Ollsen und Undeloh.
Fast ausschließlich Naturwege,Läuferherz, was willst Du mehr?
Heidehof bei Undeloh.
Magdalenenkirche in Undeloh, erbaut 1641.
Hinter Undeloh dann die "richtige" Heide.
Auf dem Gipfel. Wilseder Berg, 169,2 m hoch, die höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene.
Dem Ostermenü entkommen, für´s Erste.
Sudermühlen
Nach 31 km sind wir dann zurück in Hanstedt.